Leonardo da Vinci

Leonardo da Vinci wurde am 15. April 1452 in Anchiano bei Vinci geboren. Als er am 2. Mai 1519 verstarb, hinterließ er nicht nur 21 Gemälde, die heute zu den weltbekanntesten gehören, sondern darüber hinaus die schier unfassbare
Fülle von 10.000 Entwurfsblättern mit 100.000 Zeichnungen und Skizzen sowie ein Tagebuch mit 6.000 Seiten.

Für Leonardo existierte die heute etablierte Trennung von Wissenschaft, Kunst und Technik nicht; vielmehr beschäftigte er sich nicht nur mit der Malerei, Anatomie und Architektur, sondern widmete sich in einem Maße der Technik, das es gerechtfertigt erscheinen lässt, ihn als Urvater der Mechanik zu bezeichnen. Leonardo beschäftigte sich mit Optik und Maschinen, er entwarf Pumpstationen, Uhrwerke, Baukräne, ein von einem Federmotor angetriebenes Automobil, Kupplungen, Schwungräder, Pleuelstangen, Ventile, Nocken, Kugellager, Schneckengetriebe und weitere Maschinenelemente, die auch in heutigen Konstruktionen noch Anwendung finden. Ebenfalls entwarf er Flugmaschinen, deren Funktionsfähigkeit heute zwar zu Recht in Frage gestellt wird, die in der entscheidenden Frage, dem Flügelprofil, jedoch heutigen Lösungen bereits verblüffend ähnlich waren.

Als Wegbereiter der Wissenschaft verstand es Leonardo wie kein Zweiter, aus anderen Disziplinen Bekanntes zur Lösung bisher ungelöster Fragen und Probleme heranzuziehen.

Angesichts seiner Schaffenskraft und Geistesgröße ist die folgende Äußerung seines Lieblingsschülers Francesco Melzi allzu verständlich:

"Jeder betrauert mit mir das Hinscheiden eines Mannes, wie ihn zum zweiten Mal zu erschaffen die Natur nicht die Kraft hat."

 

Leonardo-da-Vinci-Porträt in der Kanzlei Wagner · Dr. Herrguth, Patentanwälte, Hannover